Alle Artikel in: Biografie

Rezension #123: „crystal.klar“ von Dominik Forster

Am Samstag, den 26. März 2016, ist nicht nur Ostersamstag, sondern auch Indiebookday. Schon zum vierten Mal werden dann internetaffine BuchlieberhaberInnen die Buchhandlungen stürmen, um sich mit neuer Indielektüre zu versorgen und anschließend auf den eigenen Social Media Kanälen und/oder Blogs darüber zu berichten. So sollen die vielen tollen Bücher aus kleinen, unabhängigen Verlagen etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen.Wer noch auf der Suche nach einem heißen Kauftipp ist, dem empfehle ich „crystal.klar“ von Dominik Forster (erschienen im duotincta Verlag). Worum geht es? In seinem autobiografischen Roman „crystal.klar“ erzählt Dominik Forster von seiner durch Drogen zerstörten Jugend. Als schulischer Außenseiter beginnt er unmittelbar nach dem Schulabschluss mit dem Konsumieren von Haschisch, um endlich dazu zugehören. Später helfen Dominik Forster XTC und Crystal Meth, mit denen er auch dealt, dabei, endlich der gechillte und coole junge Mann zu werden, der er schon immer sein wollte. Auch die brutale Welt des Jugendgefängnisses, in der ausschließlich das Gesetz des stärkeren gilt, lässt ihn seine Lebensgestaltung nicht überdenken, sondern neue, größere Drogengeschäfte planen. Erst ein Entzug und eine anschließende Therapie lassen …

Rezension #122: „AußerOrdentliche Frauen“ von Dieter Wunderlich

Als ich für meinen neuen Blogschwerpunkt nach Büchern über starke Frauen zu recherchieren begann, stieß ich schnell auf den Biograf Dieter Wunderlich. Seit 1999 trägt er in Büchern wie „EigenSinnige Frauen“, „WageMutige Frauen“ und „Unerschrockene Frauen“ spannende weibliche Lebensläufe zusammen, die sowohl Frauen als auch Männern als Vorbilder dienen können. „Genau das richtige für meinen Blog“, entschied ich. Leider konnte mich „AußerOrdentliche Frauen“ nicht ganz überzeugen. Worum geht es? In achtzehn kurzen Porträts beschreibt Dieter Wunderlich die Lebensläufe von auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Frauen: Mätresse Lola Montez, Tänzerin Mata Hari, Autorin Tania Blixen, Schauspielerin Marilyn Monroe und Politikerin Rosa Luxemburg sind nur einige davon. Sie alle haben jedoch eines gemeinsam: sie setzten sich über bestehenden Konventionen und Regeln ihrer Zeit hinweg und beschritten eigene Wege. Wie fand ich… …die Auswahl der porträtierten Frauen? Dieter Wunderlich trägt in „AußerOrdentliche Frauen“ ein breites Spektrum weiblicher Lebensentwürfe zusammen. Angefangen bei königlichen Mätressen über Künstlerinnen, Sängerinnen und Schauspielerinnen bis hin zu Politikerinnen und Widerstandskämpferinnen bietet dieses Buch eine sehr reizvolle Mischung der verschiedensten Frauenbiografien. Einige davon wie …

Rezension #117: „Madame Hemingway“ von Paula McLain

Nachdem mir die Mischung aus Biografie und Roman in „Lady Africa“ so gut gefiel, habe ich nun auch Paula McLains älteren Roman „Madame Hemingway“ gelesen. Darin erzählt Hemingways erste Ehefrau über ihr Leben mit dem damals noch jungen und unbekannten Schriftsteller. Der Roman wurde erstmals 2011 in Deutschland veröffentlicht und ist damit mein erstes Buch für die #GoldenBacklist-Challenge. Worum geht es? Als Hadley den einige Jahre jüngeren Ernest Hemingway kennenlernt und heiratet, ist dieser noch unbekannt in der Literaturszene. Um den Durchbruch zu schaffen, zieht das Paar in den 20er Jahren nach Paris. Tatsächlich stellen sich erste Erfolge ein. Aber das private Glück der beiden, das mit der Geburt des ersten Kindes zunächst so perfekt erscheint, zeigt schon bald Risse. Wie fand ich… … den Einstieg? Neben dem sehr schönen Cover auf dem Schutzumschlag fiel mir als erstes das tolle Vorsatzblatt auf, das einen Stadtplan von Paris zeigt. Solche Details sind der Grund, warum auch ein eBook-Fan wie ich ab und zu zum Hardcover greift. Inhaltlich nimmt Paula McLain im Prolog ein Teil des Endes vorweg, …

Rezension #116: „Astrid Lindgren – Ihr Leben“ von Jens Andersen

Wie so viele bin auch ich mit den Geschichten von Astrid Lindgren großgeworden. Vor allem „Pippi Langstrumpf“ und „Michel“ liebte ich sehr. Mein Vater nannte mich in Anlehnung an „Ronja“ gerne seine „kleine Räubertochter“. Manchmal glaube ich, dass diese Wahl meiner Kinderzimmerlektüre nicht ganz unschuldige daran war, dass mir heute bisweilen  eine „große Klappe“ nachgesagt wird – „im positiven Sinne“ natürlich. 😉 Lindgrens Figuren kenn ich also sehr gut. Über ihre Schöpferin wusste ich bis vor kurzem jedoch so gut wie gar nichts. Auf der Frankfurter Buchmesse wurde ich schließlich durch eine Veranstaltung auf diese neue Lindgren-Biografie aufmerksam. Bereits die kurzen Ausschnitte, die ich dort hörte, waren sehr interessant und machten mich neugierig auf das gesamte Buch. Worum geht es in dem Buch? Bei Jens Andersens „Astrid Lindgren – Ihr Leben“ handelt es sich um eine klassische Biografie. Angefangen von ihrer Kindheit auf dem schwedischen Land über ihre Ausbildung und ihre frühe, ungewollte erste Schwangerschaft bis hin zu ihren schriftstellerischen Erfolgen, ihrer Arbeit als Lektorin und ihrem Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Kinderrechte gibt dieses …