Alle Artikel in: Buchliste

Ran an die dicken Bücher!

Das Dicke-Bücher-Camp der lieben Marina (Nordbreze und so) geht in die zweite Runde. Der Juli und August gehört wieder den dicken Büchern. Da auch ich mich ganz gerne vor den Schwergewichten drücke, bin ich wieder dabei. Vier Bücher habe ich mir dafür auf die Agenda geschrieben. Knapp 3.500 Seiten warten auf mich. Die werde ich zwar unmöglich in nur zwei Monaten schaffen, aber was solls!? Getreu dem Motto „Dabei sein ist alles“ fang ich einfach an und schau, wie weit ich komme. Vielleicht habe ich ja so einen Spaß daran, dass ich in eine Verlängerung gehe. So unwahrscheinlich ist das gar nicht einmal. Eigentlich waren mir die dicken Bücher nämlich schon immer die liebsten. Mein ständig wachsender Stapel ungelesener Bücher und die unsägliche Goodreads-Lesechallenge sorgen aber dafür, dass ich dann doch lieber zu Büchern mit 250 bis 300 Seiten greife. Die habe ich schneller durch und schaffe mehr innerhalb eines Monats. (Idiotisch, ich weiß.) Meine Leseliste Für den Camp-Start habe ich „GRM: Brainfuck“ von Sibylle Berg herausgesucht, mit dem ich bereits vor ein paar Tagen …

Wir sollten alle viel mehr über Menstruation reden; immer mehr Bücher tun es bereits.

Im Mai habe ich mich, wenn auch nur sporadisch, an der #instafeminismus Challenge von Filmlöwin beteiligt. Ein Thema war Menstruation. In meinem Beitrag habe ich unter anderem auch erzählt, wie schlecht (bzw. nicht vorhanden) der Aufklärungsunterricht zum weiblichen Körper für mich war. Die Kommentare zeigten, dass ich mit dieser Erfahrung nicht allein bin. Es ist nicht nur schade, dass viele so wenig über das Thema Menstruation wissen, sondern auch dass es noch immer ein Tabuthema ist, über das offensichtlich nicht einmal Biologielehrer gerne sprechen. Das Ergebnis ist, dass bestenfalls ein gefährliches Halbwissen besteht. Das führt nicht nur zu lächerlichen Vorurteilen. Auch in Sachen Verhütung ist das Unwissen groß. Ich habe eine Bekannte, die jung ungewollt Mutter wurde, weil sie und ihr Partner den Termin des Eisprungs falsch berechneten. Mal ganz davon abgesehen, dass das sowieso keine sichere Verhütungsmethode ist, da Spermien einige Tage „überleben“, war den beiden nicht klar, dass der Eisprung nicht zwangsläufig 14 Tage nach der letzten Periode, ja nicht einmal in der Zyklusmitte liegen muss. Und dabei handelt es sich um zwei …

Bücher von Frauen, die man gelesen haben muss

Die meisten Bücher lese ich und vergesse sie mehr oder weniger schnell wieder. Als Unterhaltungs- und Vielleserin ist das wohl normal. Selbst Bücher, die ich gerne und mit Begeisterung las, verblassen irgendwann doch wieder. Aber von Zeit zu Zeit stoße ich auch auf ein Buch, das ich auch noch nach Jahren in bester Erinnerung habe. Einen Teil dieser Bücher habe ich hier zusammengetragen. Wie immer bei mir gehen Genre und Themen bunt durcheinander. Zwei Dinge ist allen Büchern aber gemeinsam: es sind echte Lieblingsbücher und sie sind alle von Frauen geschrieben. „Binewskis. Verfall einer radioaktiven Familie“ von Katherine Dunn „Binewskis – Verfall einer radioaktiven Familie“ ist ein Buch, wie ich es in dieser Form noch nie gelesen habe. Es verdient eine eigene Kategorie, denn es ist gleichzeitig Horror, Gesellschaftskritik und Familienroman – und auch gar nichts davon. Die Geschichte entwickelt einen solchen Sog, dass ich das Buch am liebsten am Stück durchgelesen hätte. Am Ende blieb ich atemlos, verwirrt, tief bewegt und nachdenklich zurück. zu meiner Rezension „Frankenstein. Der moderne Prometheus“ von Mary Shelley Bereits vor 200 Jahren …

4 Bücher aus den Frühjahr Vorschauen, auf die ich mich freue

Schon vor Weihnachten sind hier die ersten Verlagsvorschauen für das Frühjahr 2019 eingetrudelt. Jetzt hatte ich endlich die Muse, um mich genauer damit zu beschäftigen. Dabei bin ich auf vier interessante Bücher gestoßen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Vom Gesprächsbuch über den Thriller bis hin zum Lyrikband ist alles abgedeckt. „Der Gott am Ende der Straße“, Louise Erdrich Der Gott am Ende der Straße Autorin: Louise Erdrich Übersetzer/in Gesine Schröder gebunden mit Schutzumschlag 360 Seiten Aufbau Verlag ISBN: 978-3-351-03756-7 Preis: 22,00 € Erscheinungsdatum: 15.03.2019 Louise Erdrich ist eine der bekanntesten amerikanischen Gegenwartsautorinnen. Sie wurde u.a. mit dem National Book Award, dem National Critics Circle Award und dem PEN/ Saul Bellow Award ausgezeichnet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher trotzdem noch nichts von ihr gelesen habe. Und das obwohl Alex von „The Read Pack“ schon von Erdrich Roman „Das Haus des Windes“ so begeistert war, dass ich diesen eigentlich schon lesen wollte. (Ihre Rezension findet Ihr >>hier<<.) Am 15.03.2019 erscheint nun ihr neues Roman „Der Gott am Ende der Straße“. Der Aufbau Verlag, bei dem …

Bücher von und über starke Frauen auf der Frankfurter Buchmesse 2016

In der vergangenen Woche war wieder einer der höchsten Feiertage meines Leserinnenjahrs: die Frankfurter Buchmesse. Neben diversen Bloggertreffen und dem ein oder anderen Verlagstermin habe ich mir in diesem Jahr besonders viel Zeit zum ausgiebigen Stöbern genommen. Mein besonders Augenmerk galt dabei natürlich wieder dem Thema starke Frauen. Dabei habe ich mich vor allem auf jene Verlage konzentriert, von denen ich noch nichts oder nicht viel gelesen habe. Drei DIN A5-Seiten mit Buchtiteln und eine ansehnliche Sammlung an gedruckten Verlagsprogrammen kamen so zusammen. Der folgende Beitrag enthält eine Sammlung meiner interessantesten Buchmesseentdeckungen. fight girl, Erika Krouse, Blumenbar Die Streetfighterin Nina Black kennt jeden noch so düsteren Winkel in Denver. Sie kämpft mit ihren Fäusten gegen Männer, die sie für leichte Beute halten und zu spät begreifen, dass sie selbst die Beute sind – und neben der Würde stiehlt sie ihnen auch gleich noch die Brieftasche. Ninas Leben ändert sich schlagartig, als eines ihrer Opfer, ein Polizist und ehemaliger Streetfighter, zu alter Form aufläuft und beides zurück will: sein Geld und seine Ehre. Auf der Suche nach …

4 Bücher von bzw. über außergewöhnliche Frauen

Heute ist Weltfrauentag. Im Gegensatz zum letzten Jahr werde ich dieses Mal nicht an der Veranstaltung des DGB hierzu teilnehmen. Die letzte Woche war einfach zu anstrengend. Nahezu jeden Abend war ich in Sachen Politik unterwegs. Da ist es schön, heute einfach einmal auf der Lesecouch zu versumpfen. Dennoch habe ich Euch ein kleines bibliophiles Special zum Weltfrauentag vorbereitet, in dem ich Euch  Bücher von bzw. über außergewöhnliche Frauen vorstellen möchte. Autobiografien Frauen mit beeindruckenden Lebensläufen und großem persönlichem Engagement gibt es einige. In den letzten Jahren aber haben sie auch gelernt, über ihre Erfolge zu schreiben. Die beiden folgenden Autobiografien haben mich besonders beeindruckt. „Marathon Woman: Die Frau, die den Laufsport revolutionierte“ von Kathrine Switzer An einem sonnigen ersten Frühlingstag wie heute gehört es in den Parks fast schon zum Stadtbild, dass man dort auf joggende Frauen trifft. Da ist es schwer, zu glauben, dass dies vor nur knapp 50 Jahren ein Skandal gewesen sein soll. Noch in den 60er Jahren galt es für Frauen nicht nur als un-chick zu laufen; man ging auch …