Blogparade zum Jahresende, Frauenzählerin
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Leserückblick 2018

Nachdem ich mit „Nenn mich einfach Superheld“ von Alina Bronsky mein letztes Buch des Jahres beendet hatte, konnte auch ich mich an einen Jahresrückblick setzen. Denn natürlich kann man nicht zur Blogparade zum Jahresende aufrufen, ohne selbst ein Beitrag dazu zu liefern.

Mit meiner Blogparade wollte ich dazu anregen, das Lesejahr einmal aus einem anderen Blickwinkel Revue passieren zu lassen und primär Bücher von Autorinnen in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu formulierte ich fünf Fragen, die ich im Folgenden nun auch für mich beantworten werde.

Wie hoch ist deine Frauenquote? Wie viele Bücher hast du in diesem Jahr gelesen? Wie viele davon wurden von Autorinnen geschrieben?

In 2018 habe ich 43 Bücher gelesen und 12 Hörbücher gehört. Insgesamt waren es also 55 (Hör-)Bücher. Davon waren 30 von Autorinnen. Das macht eine Frauenquote von 55%. Betrachtet man nur die Hörbücher, fällt die Quote deutlicher aus. Hier waren 10 Stück von Autorinnen, was einer Frauenquote von 83% entspricht.

Mit dieser Frauenquote bin ich ganz zufrieden. Mein Ziel ist und war es nie, ausschließlich Bücher von Autorinnen zu lesen. Auch nach dem Relaunch des Blogs nehme ich mir die Freiheit, mich bei der Wahl meiner Bücher ausschließlich von Lust und Laune leiten zu lassen. Dass da dann tatsächlich ein so ausgeglichenes Verhältnis entstanden ist, freut mich.

Welches Buch einer Autorin ist dein diesjähriges Lesehighlight?

Ich habe viele gute Bücher gelesen. Die Wahl fällt mir daher – wie immer – schwer. „Roman ohne U“ von Judith W. Taschler liefert sich ein hartes Kopf an Kopf-Rennen mit „Frau Einstein“ von Marie Benedict. Am Ende hat Taschler aber wohl die Nase ein wenig vorne.

„Roman ohne U“ ist ein wunderbarer Familienroman, der erst ganz am Schluss alle dunklen Geheimnisse enthüllt. Und die sind dann auch noch so verblüffend, dass ich das Buch mit diesem Wissen am liebsten noch einmal gelesen hätte, um herauszufinden, ob ich wegen der spannenden Geschichte wichtige Hinweise überlas.

Welche Autorin hast du in diesem Jahr für dich entdeckt und was macht sie für dich so besonders?

Meine Autorinnen-Entdeckung des Jahres ist zweifellos Rita Falk. Ihr Eberhofer-Reihe habe ich wachsender Begeisterung gehört. Ich mag, wie sie ihren besonderen Humor unter ihre Lokalkrimis mischt. Außerdem zeichnet sie ihre so liebenswert eigensinnige Charaktere derart plastisch, das ich schnell das gleiche Anteil an ihrem „Leben“ nahm wie an dem von guten Freundinnen.

Sicher: ihre Romane haben keinerlei literarischen Anspruch. Aber das muss für meinen Geschmack auch nicht immer sein. Manchmal möchte ich einfach gut unterhalten werden. Das gilt vor allem für Hörbücher, die ich in der Regel während der Hausarbeit oder beim Joggen „nebenher“ höre. Dann ist Rita Falk eine sehr gute Wahl.

Mittlerweile bin ich so großer Fan, dass wir auch alle Filme auf BluRay besitzen und uns den neusten Teil im Kino ansahen.

Welche weibliche Lebensgeschichte bzw. Biografie hat dich in diesem Jahr besonders beeindruckt?

Auch hier liegt „Frau Einstein“ von Marie Benedict nur ganz knapp auf dem zweiten Platz. Zwar ist es ein ganz zauberhaftes Buch über eine sehr beeindruckende Frau, die vollkommen zu Unrecht im Schatten ihres berühmten Mannes steht. Noch etwas spannender finde ich aber das Leben von Mary Shelley, über das ich nur durch puren Zufall stieß. In der „Frankenstein“Ausgabe der Büchergilde, die ich in diesem Jahr las, war auch eine kurze Autorinnenbiografie. Bis dahin wusste ich weder, dass Mary Shelley ihr berühmtes Monster schon mit 18 Jahren erschuf, noch dass sie sich mit nur 16 Jahren von einem zu diesem Zeitpunkt verheirateten Mann schwängern ließ, mit dem sie anschließend einige Jahre in gesellschaftlicher Ächtung lebte. Auch dass ihre Mutter ein grundlegendes Werk der Frauenbewegung schrieb („Verteidigung der Frauenrechte“), war mir unbekannt. Hierzu werde ich auf jeden Fall noch weiter recherchieren.

Welches Buch einer Autorin möchtest du in 2019 unbedingt lesen?

Ich habe bereits eine ersten Blick in ein paar Verlagsvorschauen für das Frühjahr 2019 geworfen und dabei einige sehr interessante Bücher entdeckt. (Hierzu wird es wahrscheinlich noch einen eigenen Beitrag geben.) Von meiner Backlist möchte ich unbedingt – endlich, endlich – Carmen Korns Jahrhundert-Trilogie lesen. Die ersten beiden Bände habe ich mir schon bei Rebuy als Taschenbuch besorgt. Das wird wohl gleich mein erstes Leseprojekt des Jahres. Auf Goodreads habe ich eine Liste mit Backlist-Bücher zusammengestellt, die ich in 2019 lesen möchte.

Und wie sieht es bei euch aus? Noch bis zum 12. Januar könnt ihr euch an meiner Blogparade beteiligen. Nähres dazu erfahrt ihr

hier

Dort findet auch schon Links zu einigen Beiträgen.

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