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4 Bücher aus den Frühjahr Vorschauen, auf die ich mich freue

Schon vor Weihnachten sind hier die ersten Verlagsvorschauen für das Frühjahr 2019 eingetrudelt. Jetzt hatte ich endlich die Muse, um mich genauer damit zu beschäftigen. Dabei bin ich auf vier interessante Bücher gestoßen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Vom Gesprächsbuch über den Thriller bis hin zum Lyrikband ist alles abgedeckt.

„Der Gott am Ende der Straße“, Louise Erdrich

  • Der Gott am Ende der Straße
  • Autorin: Louise Erdrich
  • Übersetzer/in Gesine Schröder
  • gebunden mit Schutzumschlag
  • 360 Seiten
  • Aufbau Verlag
  • ISBN: 978-3-351-03756-7
  • Preis: 22,00 €
  • Erscheinungsdatum: 15.03.2019

Louise Erdrich ist eine der bekanntesten amerikanischen Gegenwartsautorinnen. Sie wurde u.a. mit dem National Book Award, dem National Critics Circle Award und dem PEN/ Saul Bellow Award ausgezeichnet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bisher trotzdem noch nichts von ihr gelesen habe. Und das obwohl Alex von „The Read Pack“ schon von Erdrich Roman „Das Haus des Windes“ so begeistert war, dass ich diesen eigentlich schon lesen wollte. (Ihre Rezension findet Ihr >>hier<<.)

Am 15.03.2019 erscheint nun ihr neues Roman „Der Gott am Ende der Straße“. Der Aufbau Verlag, bei dem das Buch erscheint, legt es allen Leserinnen von „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood und „Alles, was wir geben mussten“ von Kazuo Ishiguro. Und obwohl auch diese beiden Romane noch ungelesen auf meiner Leseliste stehen (Story of my life), macht schon das extrem neugierig!

Die Inhaltsangabe des Verlags lässt dann überhaupt keinen Zweifel daran, dass ich dieses Buch lesen muss:

Die vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin Louise Erdrich zeichnet das aufrüttelnde Portrait einer jungen Frau, die um ihr eigenes Leben und das ihres ungeborenen Kindes kämpft. 
Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Auf rätselhafte Weise hat sich die Evolution verkehrt, und immer mehr Kinder, die zur Welt kommen, scheinen einer primitiven neuen Spezies anzugehören. Die junge Cedar betrifft diese apokalyptische Wende der Menschheitsgeschichte auch persönlich, sie ist schwanger. Gerüchte kommen auf: der Ausnahmezustand sei verhängt worden, die Regierung fahnde nach schwangeren Frauen und inhaftiere sie – doch niemand hat gesicherte Informationen.  
Cedars Schicksal steht nun auf dem Spiel. Es ist das Schicksal aller. 

„Was uns stark macht“, Annick Cojean

  • Was uns stark macht. Begegnungen mit Patti Smith, Virginie Despentes, Joan Baez, Brigitte Bardot u.a
  • Autorin: Annick Cojean
  • Übersetzerin: Kirsten Gleinig
  • Halbleinenband
  • 304 Seiten
  • Aufbau Verlag
  • ISBN: 978-3-351-03766-6
  • Preis: 22,00 €
  • Erscheinungsdatum: 12.04.2019

Annick Cojean ist eine der bekanntesten Journalistinnen Frankreichs. Sie erhielt bereits mehrere Auszeichnungen und hat schon einige Bücher veröffentlicht.

Der Aufbau Verlag, in dem am 12.04.2019 auch ihr neues Buch „Was uns stark macht“  erscheint, bezeichnet es als „Gesprächsbuch“. Annick Cojean lässt darin verschiedene inspirierende Frauen aus verschiedenen Generation zu Wort kommen, darunter sind Patti Smith, Brigitte Bardot und Virginie Despentes. Sie erzählen Annick Cojean, was sie prägte und was sie antreibt.

Das Buch passt perfekt in mein Beuteschema. Solche Erzählungen inspirierender Frauen lese ich sehr gerne. Meistens gibt es dabei etwas spannendes zu erfahren, das ich bisher noch nicht wusste. Ich bin daher sehr gespannt, was ich in diesem Buch entdecken darf.

Der Aufbau Verlag beschreibt das Buch so:

Begegnen Sie den inspirierendsten Frauen unserer Zeit

Was hat uns geprägt? Was treibt uns an? Auf diese Fragen lässt Starjournalistin Annick Cojean außergewöhnliche Frauen aus unterschiedlichen Generationen und Bereichen unserer Gesellschaft antworten. Wir hören Patti Smith, wie sie über die unerschütterliche Liebe zu ihrer Mutter und zur Musik als Lebensmotor spricht. Wir erfahren von Bestsellerautorin Virginie Despentes, dass sie sich als junge Frau erst aus der Alkoholsucht befreien musste, um dorthin zu kommen, wo sie heute ist. Joan Baez erzählt von dem großen Glück, ihre Stimme für politische Zwecke einsetzen zu können … Ein zutiefst berührendes Gesprächsbuch, das so farbenfroh und lebensklug ist, dass man es nicht mehr aus der Hand legt.

Gespräche u. a. mit: Patti Smith, Virginie Despentes, Claudia Cardinale, Asli Erdogan, Hélène Grimaud, Joan Baez, Juliette Gréco, Brigitte Bardot, Vanessa Redgrave, Marianne Faithfull u. a.

„Flügel in Flammen“, Dagny Juel

  • Flügel in Flammen
  • Autorin: Dagny Juel
  • Übersetzer: Lars Brandt
  • fadengeheftete Broschüre
  • ca. 180 Seiten
  • Weidle Verlag
  • ISBN: 978-3-938803-91-2
  • Preis: 20,00 €
  • Erscheinungstermin: März 2019

Dagny Juel ist eine sehr schillernde Persönlichkeit, die die Kunstszene Ende des 19. Jahrhunderts stark beeinflusste. Sie galt und gilt als Femme fatale, soll August Strindberg in die Psychiatrie getrieben haben und wurde schließlich von einem Verehrer erschossen. Diese Lebensgeschichte allein würde schon reichen, um mich neugierig auf dieses Buch zu machen, das auch einen ausführlichen Essay über Dagny Juels Persönlichkeit und ihre Biografie enthalten soll.

Interessant erscheint mir aber auch ihre Werk. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Lyrik – eine Gattung, der ich sonst sehr verschlossen gegenüberstehe. Der Weidle Verlag war aber so klug, eine Leseprobe in seiner Vorschau abzudrucken. Und die machte definitiv neugierig auf mehr.

Im übrigen kündigt der Verlag das Buch so an:

Dagny Juel schreibt über radikale Gefühle, Ausweglosigkeit und Schuld und über die unbändige Macht der Liebe. Dabei steht zumeist die Frau im Vordergrund, die, im Gegensatz zur vorherrschenden Darstellung der Zeit, nicht unschuldig und passiv ist, sondern einen starken eigenen Willen hat und durchaus zum Bösen fähig ist.
Aus dem Nachlaß Dagny Juels sind wenige Erzählungen, vier kurze Dramen und einige Gedichte erhalten. Bei allen steht das Gefühlsleben der Figuren im Vordergrund. Die Rückkehr des unvergessenen Liebhabers, das katastrophale Scheitern einer Ehe, die Wirrungen von Dreiecksbeziehungen – diesen Themen nähert sich Dagny Juel in ihrer lakonischen Sprache über die Gefühle der von Zweifel, Schuld und Eifersucht getriebenen Figuren. Dabei kreisen alle Texte um die Liebe, die als gleichzeitig schaffende und vernichtende Kraft die Schicksale bestimmt.
An das literarische Werk Dagny Juels schließt ein ausführlicher Essay von Lars Brandt an. Ausgehend von ihren Texten, zeichnet er das Bild einer Schriftstellerin, die von ihren Zeitgenossen auf ebenso hochfliegende wie widersprüchliche Weise beschrieben wurde. Stück für Stück fördert er die außergewöhnliche Persönlichkeit und die zerrissene Biographie Dagny Juels zutage – von ihrer behüteten Kindheit in Norwegen über ihre chaotische Zeit in Berlin (wo ein Großteil ihres literarischen Werks entstanden ist), bis zum 5. Juni 1901, dem Tag, an dem sie in einem Hotel im georgischen Tbilissi von einem wirren Anbeter erschossen wurde.

P.S.: Über Dagny Juel ist schon 2017 ein Roman („Dagny Juel oder Ein Fest der Liebe“ von Zurab Karumidze) im Weidle Verlag erschienen. Vielleicht brauche ich den auch noch.

„Der gute Sohn“ von Jeong Yu-Jeong

  • Der gute Sohn
  • Autorin: Jeong Yu-Jeong
  • Übersetzer: Kyong-Hae Flügel
  • englische Broschur
  • ca. 320 Seiten
  • Unionsverlag
  • ISBN: 978-3-293-00541-9
  • Preis: 19,00 €
  • Erscheinungsdatum: 28.01.2019

Wenn eine Autorin als „Südkoreas Antwort auf Stephen King“ angekündigt wird, braucht es eigentlich (fast) nichts weiteres mehr, um mich zu überzeugen. Jeong Yu-Jeong soll eine direkt, kräftige und weit ausholende Erzählweise haben und so starke Leserreaktionen hervorrufen. Sie selbst sagt von sich, dass sie nicht für die Literaturkritiker*innen schreibe sondern für ihre Leserschaft. Das alles klingt für mich mehr als interessant.

Und auch die Inhaltsangabe des Unionverlags ist sehr spannend:

Yu-jin ist der perfekte Schüler, der erfolgreiche Schwimmer, der gute Sohn. Doch eines Morgens ist alles anders. Er erwacht von einem metallischen Geruch. Seine Klamotten sind blutverschmiert, rote Fußspuren führen zu seinem Bett. Mit wachsendem Grauen folgt er ihnen ins Untergeschoss, wo er eine entsetzliche Entdeckung macht: Seine eigene Mutter liegt tot im Wohnzimmer, die Kehle sauber durchtrennt.
Seine Erinnerungen an den letzten Abend sind wie ausgelöscht. Im Wettlauf gegen die Zeit muss er die bruchstückhaften Bilder des gestrigen Abends zu einer Lösung zusammensetzen. Was ist geschehen? Und wieso scheinen alle Hinweise auf ihn selbst zu deuten?

Das Frühjahr hat also viel Abwechslung zu bieten.

2 Kommentare

  1. Hallo,

    von Louise Erdrich habe ich vor ein paar Jahren das Buch „Ein Lied für die Geister“ gelesen und war begeistert davon. Eigentlich wollte ich danach all ihre Bücher lesen, aber wie das bei mir immer so ist mit der endlosen Merkliste… Sowohl „Der Report der Magd“ als auch „Alles, was wir geben mussten“ gehören zu meinen Lieblingsbüchern, insofern sollte ich „Der Gott am Ende der Straße“ wohl auf jeden Fall lesen!

    „Flügel in Flammen“ macht mich neugierig, obwohl ich mich normal auch sehr schwer tue mit Lyrik.

    „Der gute Sohn“ muss auf jeden Fall auf meine Leseliste.

    LG,
    Mikka
    [ Mikka liest von A bis Z ]

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