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Getestet: die Lese-Tracking-App „Bookout“

Auf Instagram erreichte mich vor Kurzem die Frage, ob man sich beim Tolino auch den Lesefortschritt anzeigen lassen könne, wie man es auch beim Amazon-Konkurrenten Kindle kann. Tatsächlich ist das eine der Funktionen des Kindle, die ich auch heute noch immer vermisse. Ich habe also ein wenig recherchiert, ob es da nicht vielleicht einen Trick gibt. Den habe ich zwar leider nicht gefunden. Dafür habe ich aber eine neue Lese-Tracking-App entdeckt, die es seit Dezember 2016 für das iPhone gibt: Bookout.

Was bietet die Bookout-App?

Mit der Bookout-App könnt ihr euren Lesefortschritt erfassen sowie euch monatliche und jährliche Leseziele setzen und im Auge behalten. Außerdem liefert euch die App Statistiken über die Anzahl der gelesenen Bücher und Seiten sowie eure Lesezeit (absolut und pro Tag).  Bookout berechnet euch auch euren Lesegeschwindigkeit, also wieviele Seite ihr um Schnitt pro Stunde lest, und wie lange ihr für eine Seite in einem bestimmten Buch im Schnitt gebraucht habt. Und – natürlich – rechnet euch die App auch hoch, wie viel Zeit ihr noch brauchen werdet, um das Buch zu beenden. Ihr könnt euch sogar regelmäßig ans Lesen erinnern lassen und Zitate und Anmerkungen zum Buch hinzufügen. Beendete Bücher können im üblichen 5 Sterne-System bewertet werde.

Braucht man das? – Ganz bestimmt nicht! Schließlich bin ich der Meinung, dass Lesen kein Sport ist. Trotzdem habe ich meinen Spaß mit der Bookout-App, denn ich habe einen Faible für Zahlen und Statistiken.

Wie funktioniert die Bookout-App?

Die Bookout-App lässt sich intuitiv bedienen. Ich kam auf Anhieb mit ihr klar. Beim ersten Öffnen nach der Installation erhält man zudem eine kleine Einführung.

Bücher kann man entweder erfassen, in dem man die IBAN scannt oder man sucht online nach dem Titel. Findet man ein Buch einmal nicht, kann man es selbst händisch eingeben und sogar ein Foto des Covers hinzufügen. Danach wählt man aus, ob man den Lesefortschritt in Seiten oder Prozent (für eBooks) erfassen möchte ob man das Buch bereits gelesen hat oder gerade liest. Eine Wunschliste oder eine TBR-Liste (=to be read) lässt sich mit der Bookout-App leider nicht pflegen.

Danach kann es auch schon direkt los gehen mit dem Lese-Tracking. Alles, was ihr dazu tun müsst, ist, auf „Lesen fortsetzen“ klicken und lesen. Habt ihr eure Lesestunde beendet, klickt auf „Stopp“.

Dann fragt die Bookout-App euch, auf welcher Seite ihr seid und berechnet euren Lesefortschritt und rechnet hoch, wie lange ihr bei dieser Lesegeschwindigkeit noch für das Buch brauchen werdet. Die Zeit bis zum Ende eines Kapitels kann Bookout leider nicht berechnen. Dafür gibt es optisch schön gemachte Statistiken zu jeden Buch, die euch zeigen an welchen Tagen ihr wie lange und wie viel an dem Buch gelesen habt.

Außerdem wird jede „Sitzung“ mit der Anzahl der gelesenen Seiten und der Lesezeit erfasst und bezüglich Minuten pro Seite und Seiten pro Stunde ausgewertet. So weiß ich jetzt, dass ich morgens schneller lese als abends.
Jede „Sitzung“ kann auch auf den Social Media-Profilen sowie via WhatsApp und E-Mail geteilt werden. Der Standardtext ist dabei auf Englisch, kann aber editiert werden. Als Anlage wird eine schön gemachte Statistik angefügt. Ein Tweet sieht dann so aus:


Habt ihr einmal vergessen, die Bookout-App zu starten, bevor ihr euer Buch weitergelesen habt, könnt ihr „Sitzungen“ auch noch nachträglich erfassen. Eure Lesezeit müsst ihr dann natürlich schätzen. So könnt ihr aber zumindest die Seitenzahl, auf der ihr gerade angekommen seid, aktuell halten.

Zudem könnt Ihr Zitate und Anmerkungen zum gelesenen Buch über die Bookout-App sammeln. Wer nicht lange abtippen möchte, kauft sich am besten die Pro-Version. Mit ihr kann man Textstellen fotografieren und als Zitat hinzufügen. Weitere Vorteile der Pro-Version sind die Nutzung der iCloud, so dass ihr euren Lesestatus auf verschiedenen Geräten, z.B. iPhone und iPad synchronisieren könnt, die Speicherung von mehr als 10 Büchern sowie die Erstellung einer detaillierten Lesestatistik.

Wie gefällt mir die Bookout-App?

Anfangs fand ich es etwas lästig, immer zuerst die App zu starten und eine „Sitzung“ zu beginnen und zu unterbrechen, wenn ich beispielsweise einen Tee koche. Daran hatte ich mich aber erstaunlich schnell gewöhnt.

Mittlerweile macht mir die Bookout-App echt Spaß. Ich bin ohnehin ein Fan von Zahlen und Statistiken. Zu sehen, wie viel Zeit ich tatsächlich mit Lesen verbringe und wie lange ich in reiner Lesezeit brauche, um ein Buch zu beenden, finde ich wahnsinnig interessant. Die Zitate- und Anmerkungen-Funktionen habe ich bislang noch nicht genutzt. Auch das Monats- und Jahresziel sehe ich eher als netten Zusatz, den ich nicht wirklich benötigt hätte.

Auch sehe ich keinen großen Nutzen darin, meine Lesestatistik über Social Media zu teilen. Mich interessieren die Statistiken von anderen Lesern eher weniger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es euch das in Bezug auf meine persönliche Lesestatistik anders geht.

Trotzdem habe ich mir die Pro-Version für 5,49€ zugelegt, weil ich neugierig auf die detaillierte Lesestatistik war, die mir gut gefällt. Den Preis halte ich für etwas grenzwertig. Aber wenn man bedenkt, dass es gerade einmal etwas mehr als ein halbes Taschenbuch ist und man dafür eine wirklich gut gemacht und optisch ansprechende Lese-Tracking-App erhält, ist er eigentlich doch okay.

Unterm Strich ist die Bookout-App eine nette Spielerei für alle Zahlen- und Statistik-Fans unter den Viellesern, an der zumindest ich meinen Spaß habe. Die Lesefortschritt-Funktion des Kindle ersetzt auch sie aber leider nur teilweise, denn die verbleibende Lesezeit bis zum Ende eines Kapitels, ermittelt die Bookout-App nicht.

Weiterführende Links:

Zur Homepage der Bookout-App: >>klick<<
zum iTunes Store: >>klick<<


 

Du hast auch eine Frage rund um den Tolino? Dann schreib mir an


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1 Kommentare

  1. Hallo!
    Ein schöner Beitrag, wenngleich die App für mich sehr entbehrlich klingt. Ich glaube ich würde mich unter Druck gesetzt fühlen immer mehr und vor allem schneller zu lesen. Wie du ganz richtig sagst, sollte der Spaß beim Lesen im Vordergrund stehen.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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