Rezension, Sonstiges
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Rezension #19: „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer

Bewertung:

(ohne)

Inhalt:

Valentin und Joana sind ein Paar um die Vierzig, dass sich irgendwo zwischen Kindererziehung, Haushalt und Job selbst verloren hat. Sie nörgelt und weiß immer schon vorher, was er sagen will; er hat mehr oder weniger resigniert. Das Paar hat sich zu einem Paartherapeuten begeben. Der aber scheint selbst einige Probleme zu haben. So beginnt eine sehr turbolente und äußerst witzige Therapiestunde.

Meinung:

Wieder einmal ist es Glattauer gelungen, die feinen zwischenmenschlichen Töne hinter den zunächst augenscheinlichen Aussagen auf humorvolle Weise herauszuarbeiten. Dabei beschränkt er sich erneut auf die Darstellung der Dialoge. Beschreibungen von Handlungen und Personen werden nur dort benutzt, wo sie unbedingt notwendig sind. Sie gleichen in ihrer Nüchternheit Regieanweisungen. Entstanden ist eine Komödie in Form eines Theaterstücks aus zwei Akten. Auch als Hörspiel kann ich mir diesen Text gut vorstellen.

Allein das Ende fand ich jedoch diesmal etwas vorhersehbar. Mir war in der zweiten Hälfte des Buchs (gewissermaßen im zweiten Akt) relativ schnell klar, worauf es am Ende hinausläuft. Hier wäre ein anderer Titel eventuell besser gewesen.

Dennoch ist eine schöne und sehr unterhaltsame Geschichte, die versöhnlich stimmt und hilft den Blick auf die schönen Momente inmitten des grauen Alltags zu lenken.

Sollte das Buch als Theaterstück in der Nähe auf die Bühne gebracht werden, gehe ich sicher hin.

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